
Die Stadtpfarrkirche in Windischeschenbach ist dem Heiligen Emmeram geweiht. Im Laufe der tausendjährigen Geschichte der Pfarrei erfuhr die Stadtpfarrkirche zahlreiche Umbauten bzw. Neubauten. Ende des 15. Jahrhunderts ersetzte man die romanische Kirche durch einen gotischen Neubau. Daran angebaut war eine kleine Kapelle, die der Heiligen Magdalena geweiht war, und eine Beinhauskapelle St. Katharina. Im Jahr 1556 wurde Windischeschenbach lutherisch
Im Jahre 1701 übernahm Dr. Georg Simon von Boslarn die Pfarrei. In seiner Amtszeit wurde die Kirche um ein Drittel verlängert und 1738 mit einem Kreuzweg ausgestattet. Aufgrund des ruinösen Zustandes der Pfarrkirche musste im Jahre 1774 das Gotteshaus und der Turm renoviert bzw. erneuert werden. Am Pfingstmontag. den 12. Juni 1848, wütete in
Windischeschenbach ein großes Feuer. Auch die Pfarrkirche brannte bis auf die Grundmauern völlig nieder. Lediglich das Altarbild des St. Emmeram und einige Statuen konnten gerettet werden. Der anschließende Wiederaufbau verpasste dem Turm ein Spitzdach, statt des früheren Zwiebelturmes, und eine Turmuhr. Aufgrund der imensen Ausgaben für den Wiederaufbau der Kirche war die Finanzlage der Pfarrei so prekär, dass Pfarrer Pesserl am 21. März 1849 ein Bittgesuch an das Ordinariat sandte, um aus dem milden Fond für arme
Landsakristeien finanzielle Unterstützung zu bekommen. Die Bitte wurde dem Pfarrer gewährt.und es begann die Reformationszeit mit ihren unseligen Glaubenswechseln.Im Jahr 1627 bekam Windischeschenbach wieder einen katholischen Priester, nämlich den Baccalaureus der Theologie, Petrus Schwerzler, der die Kirchen der Pfarrei beraubt und baufällig vorfand. Das Dach der Pfarrkirche war so baufällig, dass es in das Kirchenschiff regnete. Der Turm selbst besaß kein Dach mehr, damit die Dachziegel nicht auf die angrenzenden Häuser herunterstürzen. In der Kirche befanden sich weder Bilder noch ein Altar. Daher beschaffte Pfarrer Schwerzler einen Altar.Schwerzlers Nachfolger Pfarrer Wolfgang Egeter kümmerte sich in seiner Amtszeit um die Beseitigung der Schäden der Pfarrkirche
Aufgrund der angeschlagenen Finanzlage konnte nur das Äußere der Kirche hergestellt werden, der Turm musste auf die Fertigstellung warten. Am 18.12.1849 erteilte der Bischof die Genehmigung, dass in der provisorisch und notdürftig hergerichteten Kirche wieder Gottesdienste abgehalten werden dürfen. In den folgenden Jahren setzte man alles daran die Kirche zu vollenden. So wurde der gotische Hochaltar vom Kloster Metten in der Emmeramskirche mit dem aus dem Brand gerettetem Altarbild errichtet. Für die Gläubigen wurde eine zweite Empore unterhalb der Empore für Orgel und Sänger errichtet. Schließlich wurde am 11.07.1863 die Pfarrkirche durch Bischof Ignatius von Senestrey konsekriert.

Unter Pfarrer Johann Baptist Birner (1883-1895) wurde das Gotteshaus mit zwei bunten Glasfenstern links und rechts des Hochaltares versehen. Außerdem wurde das alte Altarbild des Heiligen Emmerams 1889 durch ein neues Altarbild des Kunstmalers Ernstberger ersetzt. Nachdem im 18. Jahrhundert die Kirche bereits erweitert wurde, musste Pfarrer Johann Baptist Roeseneder 1934 die für die 4.000 Katholiken viel zu kleine Kirche um zwei Seitenschiffe erweitern.Eine komplette Umgestaltung erfuhr die Emmeramskirche 1956 unter Pfarrer Rösch. Er ließ die gotischen Altäre und die Kanzel entfernen und ließ einen neuen Hochaltar, der Christus als König darstellt, errichten. Die gemalten Fenster hinter dem Hochaltar wurden durch neue lichtgünstigere Fenster ersetzt. Einen entscheidenden Eingriff erfuhr die Stadtpfarrkirche 1973 unter Stadtpfarrer Heinrich Kordick. Er ließ in der Kirche die sehr dicken Mauerpfeiler, die die Sicht der Gläubigen behindent, durch schmale Stahlstützen ersetzen. Dieser Eingriff in die Statik der Kirche war nicht ungefährlich, da ein Einstürzen der gesamten Kirche möglich gewesen wäre. Aber die Stahlstützen hielten stand und es konnte nicht einmal ein Haarriss in der Wand entdeckt werden.
Desweiteren wurde eine neue freigespannte und geknickte Empore errichtet, sowie die in der Kirchenrückwand befindliche zugemauerte Rosette geöffnet und mit einem neuen Glasfenster versehen. Außerdem wurde im Hauptschiff eine neue Holzdecke angebracht. Bei diesem Umbau bekam die Kirche auch neue Bänke, die nun 500 Gläubigen Platz bieten. Dabei verlor die Kirche ihren Mittelgang. Schließlich erneuerte man den Taufstein, den Altartisch, den Ambo und die Priester- bzw. Ministrantensitze.

Im Herbst 1979 erfuhr die Emmeramskirche unter Pfarrer Franz Reich eine Außenrenovierung. Es musste dabei der morsche und hohle Putz komplett erneuert werden.
Außerdem wurde das Kirchendach umgedeckt und die schadhaften Stellen ausgebessert. Eine neue Pfeifenorgel bekam die Pfarrkirche im Sommer 1984.
Stadtpfarrer Konrad Nesner ließ die Emmeramskirche 1998 im Innenraum renovieren. Dabei wurde das übertünchte Mosaik an der Wand hinter dem Hochaltar freigelegt. Der Kreuzweg im Hauptschiff wurde mit verschiedenen Abstufungen der Farbe rot sehr ansprechend gestaltet. Eine weitere Maßnahme stand im Jahr 1999 auf dem Plan, nämlich die Außenrenovierung der Stadtpfarrkirche. Der schadhafte Außenputz wurde ausgebessert und die Kirche in einem frischem gelb gestrichen. Im Glockenhaus mussten Arbeiten am Glockengebälk durchgeführt werden.
Bei einer Inspektion des Dachstuhles über dem Hauptschiff wurden morsche und schadhafte Balken festgestellt, die ebenfalls 1999 ausgetauscht wurden. Die gesamte Kirche erhielt eine neue Eindeckung, d. h. auf den Seitenschiffen und dem Hauptschiff wurden neue Ziegel angebracht. Das Dach des Turmes wurde mit Kupfer neu eingeblecht. Schließlich wurde die Ansteuerung der Turmuhr, sowie das Läutwerk auf neuesten technischen Stand gebracht. Eine moderne und programmierbare Funkuhr sorgt für eine genaue Uhranzeige.Die Arbeiten gingen im Jahr 2000 weiter. Nachdem nun die Kirche innen und außen komplett erneurt wurde, fehlte nur noch der Kirchplatz selbst. Der in die Jahre gekommene Teerplatz und der alte Holzzaun um den Kirchplatz wurden entfernt. Der neue Kirchplatz ist nun gepflastert, mit einer adäquaten Beleuchtung versehen und von einem neuen Eisenzaun eingefasst. Man kann also festhalten, dass die begonnen Renovierungen 1999 im Jahr 2000 mit einem wunderschön gestalteten Kirchplatz sein Ende fand. |
Quellen: Georg Hauser “Heimatbuch der Stadt Windischeschenbach”; Pfarrarchiv
Bei einer Inspektion des Dachstuhles über dem Hauptschiff wurden morsche und schadhafte Balken festgestellt, die ebenfalls 1999 ausgetauscht wurden. Die gesamte Kirche erhielt eine neue Eindeckung, d. h. auf den Seitenschiffen und dem Hauptschiff wurden neue Ziegel angebracht. Das Dach des Turmes wurde mit Kupfer neu eingeblecht. Schließlich wurde die Ansteuerung der Turmuhr, sowie das Läutwerk auf neuesten technischen Stand gebracht. Eine moderne und programmierbare Funkuhr sorgt für eine genaue Uhranzeige.Die Arbeiten gingen im Jahr 2000 weiter. Nachdem nun die Kirche innen und außen komplett erneurt wurde, fehlte nur noch der Kirchplatz selbst. Der in die Jahre gekommene Teerplatz und der alte Holzzaun um den Kirchplatz wurden entfernt. Der neue Kirchplatz ist nun gepflastert, mit einer adäquaten Beleuchtung versehen und von einem neuen Eisenzaun eingefasst. Man kann also festhalten, dass die begonnen Renovierungen 1999 im Jahr 2000 mit einem wunderschön gestalteten Kirchplatz sein Ende fand.